GPRS Geschwindigkeit

GPRS ist die Abkürzung für General Packet Radio Service. Dabei handelt es sich um einen paketorientierten Service für die Übermittlung von Daten. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass GPRS unter anderem für das mobile Internet mit einem Handy genutzt werden kann. Das funktioniert allerdings nur dann, wenn GPRS auch verfügbar ist. In der Regel ist GPRS jedoch flächendeckend in Deutschland verfügbar. In Funklöchern ist es möglich, das GPRS auf die nächste Möglichkeit zur Datenübertragung zurückgreift, was in diesem Fall das langsamere GSM-Netz wäre. Mit GPRS können unter besten Voraussetzungen Datenübertragungsraten von bis zu 170 KBit/s erreicht werden. Für gewöhnlich beträgt die Geschwindigkeit in der Praxis 53,6 KBit/s. Für die GPRS Geschwindigkeit sind unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Dazu zählt unter anderem von wie vielen Teilnehmern eine GPRS-Mobilfunkzelle genutzt wird, also wie stark das GPRS ausgelastet ist. Weitere Faktoren, die mitverantwortlich für die GPRS Geschwindigkeit sind, sind das mobile Endgerät, die Netzabdeckung und Netzqualität des Mobilfunkanbieters, sowie das Codierungsverfahren, das zum Versand und Empfang der Datenpakete genutzt wird. Häufig sind die Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung, die mit GPRS erreicht werden können, in ländlichen Gegenden geringer, als in Großstädten. Das liegt daran, dass das Mobilfunknetz in viele einzelne Funkzellen aufgeteilt wird. Die Funkzellen bzw. die Teilnehmermenge, die sich einer Funkzelle bedienen können, können unterschiedlich groß sein. In ländlichen Gegenden kann eine Funkzelle Teilnehmer im Umkreis von 35 km erreichen. Diese Funkzelle nutzt dann jedoch nicht nur eine einzelne Person, sondern viele, wodurch die GPRS Geschwindigkeit negativ beeinträchtigt werden kann. In Großstädten befinden sich für gewöhnlich viele Funkzellen. Diese teilen sich auch auf mehrere Teilnehmer auf. Allerdings kann durch die höhere Anzahl von Funkzellen eine stabile und schnellere GPRS-Verbindung gewährleistet werden. Die Funkzellen arbeiten mit unterschiedlichen Frequenzen, die in sogenannte Timeslots unterteilt sind. Bei der Sprachtelefonie wird ein Timeslot belegt. GPRS kann jedoch bis zu vier Timeslots bündeln. Wenn viele Teilnehmer sich nun eine Funkzelle teilen müssen, werden viele Timeslots belegt, wodurch die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung sinkt. Aus diesem Grund sind die Mobilfunkunternehmen dazu gezwungen das GPRS-Netz weiter auszubauen. Immer mehr Kunden nutzen die Möglichkeiten, die durch GPRS geboten werden. Durch eine hohe Teilnehmerzahl können bei der Datenübertragung Pakete verloren gehen. Eine nahezu lückenlose Datenübertragung wird durch unterschiedliche Codierungsverfahren realisiert. Diese Codierungsverfahren sind teilweise so komplex, das bei der Datenübertragung per GPRS je nach gewähltem Verfahren besonders große Datenpakete versendet werden, die dazu führen, dass die GPRS Geschwindigkeit sinkt. Durch die Codierungsverfahren können Datenpäckchen, die bei der Datenübertragung verloren gegangen sind, wieder hergestellt werden.